Prepaid-Kongress am 22. November 2018: Es wird ein beachtlicher Tag

Kaum etwas beeinflusst die Prepaid-Branche mehr als gesetzliche Vorgaben aus Brüssel und Berlin. Umso wichtiger ist es, die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Branche zu kennen. Genau dafür setzt sich der Prepaid Verband Deutschland ein – auch mit dem Prepaid Kongress. Dieser hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem unverzichtbaren Event für die gesamte Branche entwickelt. Am 23. November 2017 ging es nach Berlin: Einen Tag lang diskutierten und informierten sich Issuer, Distributoren, Prozessoren und Akzeptanten von Prepaid-Produkten über die neuesten regulatorischen Entwicklungen. Sehr begrüßt wurde die Premiere der Prepaid After Party und die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

22. November 2018
09:30 – 17:30 Uhr
Quadriga Forum Berlin

Hervorragende Referenten aus Handel, Industrie und Politik werden auch beim 5. Prepaid Kongress 2018 mit aufschlussreichen Themen wie Auswirkungen von Regulatorien auf die Prepaid-Branche aufklären. Seien Sie dabei, wenn der PVD im Herbst erneut nach Berlin einlädt!

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Der PVD bietet uns nicht nur eine optimale Plattform zur Interessensvertretung. Durch das umfangreiche Know-How und die Vernetzungsmöglichkeit gelangen wir zu neuen, kreativen Denkansätzen und können so proaktiv zur Entwicklung der Prepaid Branche beitragen. Die Fachexpertise und der Austausch rund um herausfordernde regulatorische Auflagen am Prepaid Kongress des PVD haben uns gezeigt, dass eine Mitgliedschaft jedenfalls eine Win-Win-Situation darstellt.

Nicole LeichtfriedPrepaid Product Manager Commercial Issuing, easybank AG

Als Anbieter von Geschenkkarten, die ein echtes E-Geld Produkt darstellen, muss man bei den Gesetzesvorgaben stets auf dem neuesten Stand sein und den Markt kennen. Der Informationsaustausch auf dem Prepaid Kongress 2015 war enorm. Um dauerhaft davon zu profitieren und aktiv mitzuarbeiten, sind wir Mitglied im PVD geworden.

Martin GeldermannGeschäftsführer fashioncheque Deutschland GmbH

Rückblick 2017

Vierter Prepaid Kongress in Berlin

Am 23. November 2017 war es soweit: Der Prepaid Verband Deutschland lud zum 4. Prepaid Kongress, der erstmals in Berlin stattfand. Dem PVD gelang es erneut, hochkarätige Referenten für diese Veranstaltung zu gewinnen. Rund 90 Teilnehmer aus Handel, Politik und Industrie trafen sich im Quadriga Forum, um sich über neueste Entwicklungen im Prepaid-Bereich zu informieren. Einen Tag lang wurde intensiv diskutiert und analysiert, bevor das Event mit der ersten Prepaid After Party endete.

Der Prepaid-Markt legt weiter zu
Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden des PVD, Herrn Jonny Natelberg, startete der Prepaid Kongress mit einem Vortrag von Herrn Dr. Hugo Godschalk, Geschäftsführer der PaySys Consultancy GmbH. Er gab einen Einblick über die aktuellen Markdaten zum deutschen Prepaid-Markt. Dieser konnte im Jahr 2016 um 9,2 % zulegen und machte insgesamt 21,8 Mrd. Euro aus. Die Entwicklung des „echten“ E-Geldes war leicht positiv: So betrug das Zahlungsvolumen im Jahr 2016 14, 3 Mrd. Euro und konnte im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 7,6 % verzeichnen.

Neuigkeiten zum Geldwäschegesetz und zur Umsetzung der PSD2
Herr Christian Walz von der Aderhold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH präsentierte u. a. das komplett neu gefasste Geldwäschegesetz, das Ende Juni 2017 in Kraft trat. Dieses stellt neue Anforderungen an das Risikomanagement, an die kundenbezogenen Sorgfaltspflichten, die Einrichtung eines Transparenzregisters sowie einer Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen.

Aktuelle regulatorische Entwicklungen im Prepaid Markt
Die diesjährige Keynote Speech hielt Herr Dr. Michael Meister, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Finanzen. Sein Blick richtete sich vor allem auf Prepaid-Kreditkarten und Geschenkgutscheine. Im Bereich der begrenzten Netzwerke, zu denen beispielsweise Tankkarten zählen, kommt es zu einer Liberalisierung. Über den Vollzug neuer technischer Entwicklungen nachzudenken, sei vor allem die Pflicht der Politik, so Dr. Meister. Datenschutz, Datensicherheit und Kundenschutz gilt es dabei zu wahren. Regulierungen sollten neue Geschäftsmodelle jedoch nicht behindern. Bezüglich der 4. AMLD betonte er, dass der Schwellenwert für anonyme E-Geld-Produkte in Deutschland bei 100 Euro bleibt, während die EU aktuell 250 Euro festgelegt hat. Allerdings wird diese mit der 5. AMLD auf 150 Euro herabgesetzt werden. Eine Null-Euro-Grenze hält Deutschland für nicht erforderlich.

Den Impulsvortrag hielt Herr Frank Schäffler, FDP und MdB. Er betonte wie wichtig es war, den Prepaid Verband Deutschland ins Leben zu rufen. Nur so kann die Branche tatsächlich Einfluss auf die politische Arbeit nehmen. Jetzt sei es an der Zeit, Forderungen zu stellen. Herr Schäffler ist für eine einheitliche und minimale Regulierung, um die Entwicklung der Branche nicht einzuschränken.

Prepaid-Talk: Folgen der Regulierung
Spannend gestalteten die Teilnehmer den Prepaid-Talk, moderiert von Stefan Schneider (Inhaber von CardsConsult), mit ihren Antworten auf die Frage, ob Regulierung das Geschäft beschränkt oder ermöglicht. Herr Christian Walz, Herr Stephan Tieleman, Geschäftsführer fashioncheque Holding B.V., Herr Marko Wenthin, Vorstand solarisBank AG, Herr Frank Schäffler, FDP und MdB sowie Herr Ulrich Binnebößel, Zahlungsverkehr, Logistik, Online-Redaktion, Handelsverband Deutschland – HDE – e. V., sorgten mit unterschiedlichen Meinungen für eine angeregte Debatte. Grundsätzlich vertraten alle die Ansicht, dass Regulierungen – wie auch Spielregeln – erforderlich sind. Diese müssen jedoch EU-weit einheitlich sein.

FinTech Challenge – nur einer kann gewinnen
Rund 600 FinTechs existieren zurzeit in Deutschland; 228 sind allein in Berlin ansässig. Drei Unternehmen traten an, um das Publikum des Prepaid Kongresses in jeweils 10 Minuten von ihrer Idee, ihrem Produkt bzw. ihrer Dienstleistung zu überzeugen: Cringle aus Berlin, LaterPay aus München und Qnips aus Hannover. Die Zuhörer setzten ihr zuvor erhaltenes Spielgeld auf ihren Favoriten. Es gelang LaterPay, die höchste Summe zu erhalten und somit die FinTech Challenge 2017 für sich zu entscheiden. Platz zwei belegte Qnips, Platz drei Cringle. Der PVD gratuliert den drei Challenge Teilnehmern!

Regulatorische Herausforderungen für FinTechs
Aufschlussreich war ferner der vorgestellte Praxisbericht von Herrn Andreas Bittner, Vorstand solarisBank AG. Dieses Unternehmen erkannte die Bedürfnisse der FinTechs und Digitalfirmen und reagierte entsprechend: „Wir konnten weltweit keine einzige Bank identifizieren, die sich ausschließlich auf Technologie-Partnerschaften mit Digitalunternehmen spezialisiert hat.“ Dieses präsentierte Zitat des Finleap Founders Jan Becker zeigt, wie erfolgversprechend es sein kann, Entwicklungen im Auge zu behalten und für eigene Vorhaben zu nutzen. Zu den regulatorischen Herausforderungen gehören u. a., dass FinTechs zunächst „Neuland“ für den Regulator waren. Die enorme Geschwindigkeit, in der FinTechs arbeiten, die jedoch dem Tempo der Regulatorik-Expertise widerspricht, ist eine weitere Herausforderung. Damit junge FinTechs gehört werden, rät Herr Bittner zum Zusammenschluss zu einer Gruppe oder zu einem Verband. Ein Problem ist zudem die Dauer der regulatorischen Prozesse, die der heutigen Zeit nicht mehr entspricht.

Auswirkungen der Geldwäsche-Regulierung am Beispiel von Sportwetten
Hochinteressant war überdies das Referat von Herrn Christoph Schmidt, ODDSET Sportwetten GmbH. Die Wetteinsätze machten im Jahr 2016 für den gesamten Sportwettenmarkt 6,5 Mrd. Euro aus (Basis: gezahlte Steuern). Davon fielen unter 3 % für das erlaubte Angebot ODDSET, 97 % für Anbieter mit EU-Erlaubnis. Bereits seit mehreren Jahren wird versucht, den Markt effektiv zu regulieren. Das seit 2012 andauernde Konzessionsverfahren ist ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Es herrschen – je nach Land bzw. verteilten Zuständigkeiten – noch heterogene Vorgaben. Für die Regulierung sieht er einen zentralen Punkt: das tatsächliche Verhalten, die Wünsche zur Usability und technische Möglichkeiten der Kunden. Die Vorgaben müssen allerdings verhältnismäßig sein. Und: Diejenigen, die sich an die Vorgaben halten, dürfen gegenüber denjenigen, die Vorgaben ignorieren, nicht das Nachsehen haben.

Mit der Überreichung des FinTech Awards sowie einem Schlusswort leitete der PVD-Sprecher, Herr Natelberg, das Ende des 4. Prepaid Kongresses und den Beginn der Prepaid After Party ein.

Vielen Dank und bis 2018!
Die Teilnehmer waren sich einig: Der 4. Prepaid Kongress war ein voller Erfolg. Gelungen war auch die Premiere unserer Prepaid After Party. Der Prepaid Verband Deutschland dankt allen Referenten und Teilnehmern für den erlebnisreichen und sehr aufklärenden Tag. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim 5. Prepaid Kongress 2018 und einen unterhaltsamen Austausch auf unserer nächsten Prepaid After Party!

Impressionen 2017